Gewähltes Thema: Einfluss moderner Architekturstile auf Trends im Grafikdesign. Wir erkunden, wie Bauhaus, Brutalismus, Parametrik und nachhaltige Bauweisen Formen, Farben und Typografie prägen — mit praktischen Beispielen und Einladungen zum Mitmachen.

Von Bauhaus bis Brutalismus: Raster, Reduktion und klare Systeme

Bauhaus-Raster, die bis heute wirken

Seit den 1920er-Jahren prägt das Bauhaus modular gedachte Raster, die über die Schweizer Schule ins digitale Editorial-Design wanderten. Klare Achsen schaffen Ruhe, Orientierung und zeitlose Eleganz auf jeder Oberfläche.

Brutalistische Ehrlichkeit im digitalen Layout

Sichtbare Kanten, rohe Texturen und massive Typblöcke übertragen die Materialehrlichkeit des Brutalismus ins Web. Mutig gesetzte Kontraste fordern Konventionen heraus und verleihen Kampagnen eine kraftvolle, ungeschönte Glaubwürdigkeit.

Funktionalismus und typografische Hierarchie

Der modernistische Leitsatz ‘Form folgt Funktion’ klärt Gewichtungen: primäre Botschaft, sekundäre Details, unterstützende Mikrotexte. So entstehen lesbare Informationsarchitekturen, die Menschen führen, statt sie mit Effekten zu überladen.

Raum, Tiefe und Perspektive im flachen Medium

Wie Innenhöfe Ruheinseln schaffen, wirken großzügige Weißräume als visuelle Atempausen. Leerräume umschreiben Inhalte, erhöhen Wertigkeit und lenken Aufmerksamkeit gezielt, besonders in mobilen Interfaces und plakativen Headlines.

Parametrik und Generatives: Algorithmisches Gestalten für Marken

Von Grasshopper zur Grid-Logik

Parametrische Denkweisen übersetzen Regeln in Form. Wer algorithmisch Fassaden moduliert, strukturiert ebenso Navigationssysteme: Variable Abstände, abhängige Module und responsive Breakpoints werden planbar, nachvollziehbar, elegant.

Datenmuster als Identität

Aus Standortdaten, Geräuschpegeln oder Frequenzen entstehen lebendige Muster. Corporate-Designs reagieren auf reale Inputs, erzählen Ortsgeschichten und bleiben dennoch wiedererkennbar, weil Regeln die Variation bewusst begrenzen.

Menschlichkeit trotz Algorithmus

Ein Risiko parametrischer Systeme ist emotionale Kälte. Warme Materialien, menschliche Fotografie und offene Sprache balancieren Strenge, sodass Marken nahbar bleiben, obwohl ihre Logik streng und datengetrieben ist.

Nachhaltigkeit und Lokalität: Werte sichtbar machen

Papier mit sichtbaren Fasern, digitale Körnungen und reduzierte Farbsätze transportieren ökologische Werte glaubwürdig. So verschmelzen architektonische Nachhaltigkeit und grafische Sprache zu einer Haltung, statt bloßer Dekoration.

Nachhaltigkeit und Lokalität: Werte sichtbar machen

Giebelmotive, Keramikfriese oder Lochblechmuster inspirieren ikonische Details. Übersetzt in Vektoren, erzählen sie Herkunft, stärken Zugehörigkeit und vermeiden Folklore, indem sie systemisch und zeitgenössisch eingesetzt werden.

Community und Praxis: Erzählen, teilen, weiterdenken

Hast du Branding, Plakate oder Interfaces entworfen, die von Bauhaus, Brutalismus oder Parametrik geprägt sind? Teile Bilder und Hintergründe; wir präsentieren ausgewählte Arbeiten und diskutieren Entscheidungsprozesse gemeinsam.

Community und Praxis: Erzählen, teilen, weiterdenken

Erzähle eine kurze Anekdote: Vielleicht hat dich die raue Bibliothek deiner Universität zur mutigen Typografie geführt, oder eine gläserne Passage zur Liebe für Transparenz. Kommentiere, wir antworten persönlich.
Gabrielaejonatas
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